Werbe-E-Mails

Wer kennt das nicht: Sie prüfen Ihre E-Mails und haben viele E-Mails mit Werbung bekommen. Sehr ärgerlich wird es, wenn Sie die Nachrichten einzeln sondieren und löschen. Das raubt viel Zeit und kostet Nerven. Bei solchen E-Mails finden Sie im Regelfall im Fußbereich der E-Mail meist ein Impressum oder Disclaimer.
Suchen Sie in diesem Bereich nach einer Verknüpfung, die „Abmelden“, „vom Verteiler abmelden“, „unsubscribe“ oder ähnlich heißt. Danach wird normalerweise eine Internetseite geöffnet, auf der Sie (je nach Plattform des Absenders) nochmals Ihre E-Mail-Adresse eingeben müssen und die Abmeldung damit bestätigen oder aber die Abmeldung vollautomatisch abläuft.
Ist dies erledigt, erhalten Sie in Zukunft keine weiteren E-Mails mehr von diesem Anbieter.
Man muss diesen Absendern zu Gute halten, dass diese E-Mails normalerweise keine Viren transportieren – sie sind einfach nur lästig.  

Spam-E-Mails

Spam unterscheidet sich gegenüber der Werbe-E-Mails darin, dass Sie sich nicht abmelden können. Dies trifft häufig auf ominöse Arzneimittelverkäufer oder einfach nur lästige E-Mails zu. In einem solchen Fall können Sie sich am einfachsten helfen, in dem Sie eine so genannte Regel setzen. Die Regel könnte beispielsweise lauten: „Wenn der Absender der E-Mail (Absender der Werbe-E-Mail hier eintragen) ist, dann lösche diese E-Mail sofort“.
Das erledigen Sie dann bei einem Web-Anbieter wie GMail, GMX oder Yahoo direkt in Ihrem Onlineaccount oder bei Outlook oder Thunderbird auf Ihrem Gerät meist mittels eines Rechtsklicks auf die E-Mail.
Bei vielen Premium-Virenschutzprogrammen ist ein Spamschutz ebenfalls inkludiert, welcher diese E-Mails sofort entfernt.  

Phishing-E-Mails

Als Phishing (wird als „fisching“ gesprochen) bezeichnet man E-Mails, die unter Vorspielung einer falschen Identität den Benutzer meist auf schädliche Internetseiten lotsen soll. Bei uns in Österreich ist der Fall des Absenders „A1“ mit einer „Telefonrechnung Abrechnungszeitraum mm/jjjj“ sehr beliebt. Wer guten Glaubens eine solche E-Mail öffnet, den Anhang einsieht oder einem Link folgt, dem droht ein Virenbefall. In einem solchen Fall fragen Sie sich immer: Habe ich die Zustellung einer Rechnung über E-Mail angefordert? Bin ich überhaupt Kunde des Absenders?
Sie können eine Phishing-E-Mail auch daran erkennen, dass Links, denen Sie folgen sollen die falsche Domäne beinhalten. Dazu zeigen Sie auf den Link (nicht klicken) und sehen sich entweder in der Hilfe-Blase die auftaucht oder in der Statuszeile unten im Programm die Verknüpfung an. Als Beispiel kann ich hier den Absender „Blizzard Entertainment“ anbieten, wobei kostenlose Dienste oder Spiele versprochen werden. bei dem zuvor genannten „Absender“ wird dieser mit der E-Mail-Adresse „newsletter@warcraft.net“ angeführt: Der wirkliche Absender wäre aber „newsletter@battle.net“. Es ist also ein Betrugsversuch. Der Link zum „Jetzt spielen“-Knopf lautet auf „https://eu.battle.net.free-for7days.net/g.html/…“. Die Domäne ist der Bereich vor der Gebietsangabe „.net“, also „free-for7days“. Alles was vor dem zweiten Punkt von hinten steht, wird  Sub-Domäne genannt. Inhaber einer Domäne können viele Sub-Domänen errichten und versuchen so, Betrügereien durchzuführen.
Eine Domäne baut sich wie folgt auf: Protokolltyp://Subdomäne.Hauptdomäne.Länderkennung/Unterverzeichnis/Zieldatei.Endung. Beachten Sie dabei, dass die Länderkennung auch zwei Punkte beinhalten kann (bekannte Endungen sind: .at, .com., .net, .co.at, .info, .gv.at). Dies könnte also sein:
– „https://     www              .google                .at“ oder wie im oberen Beispiel:
– „https://      eu.battle.net   .free-for7days     .net/g.html“ oder unsere Seite:
– „https://      www               .c4u                     .co.at„. Als Beispiel für bundesinterne Seiten gäbe es:
– „https://    www               .bmf                     .gv.at„.
Auch bei E-Mails in Bezug auf Bankgeschäfte müssen Sie vorsichtig sein: Eine Bank wird Sie niemals nach Ihren Login-Daten fragen oder auf eine Seite leiten, wo Sie Ihre aktuellen Daten eintragen sollen. Melden Sie solche E-Mails am besten Ihrer Bank.  

Umfrage-E-Mails

Es werden gerne Umfragen für Unternehmen verschickt. Diese kosten dem Nutzer meist nur Zeit, man bekommt dafür kein Geld und im Falle von Statistik- oder Umfrageinstituten gibt man sein Wissen und seine Schwerpunkte für Statistiken bekannt, die später für Geld verkauft werden. Solche Anfragen lösche ich prinzipiell sofort. Dies trifft im übrigen auch für telefonische Anfragen zu.  

Viren-E-Mails

Sehr beliebt sind im Moment E-Mails, die als Anhang Virendateien enthalten. Gute Virenscanner (wie der von uns angebotete Avast! Free Virenscanner) überprüfen die eingehenden E-Mails und blockieren diese sofort. Sind Dateianhänge wie etwa .rar, .zip, .scr, .exe usw. enthalten, öffnen Sie unter keinen Umständen die Anhänge!
Es gibt Viren die ganze PC-Systeme befallen und an alle Personen im Adressbuch Kurz-E-Mails senden, in denen Viren enthalten sind. Öffnen Sie diese Dateien auch dann nicht, wenn Sie den Versender kennen, aber diese Datei im Anhang nicht erwarten. Senden Sie dann eine neue E-Mail direkt an den Versender und fragen nach, was der Inhalt dieser E-Mail ist. Wenn der Empfänger nichts von diesen E-Mails weiß, sollte er oder sie einen Virenscan durchführen.  

Abschluss

Ich hoffe, dass Ihnen meine Informationen diesbezüglich weiterhelfen konnten und wünsche Ihnen noch angenehme Tage!

Ihr Michael Ebenhofer
Inhaber der Computersystems for you e.U.