Datenspeicher im Internet

Was ist eine Cloud und wann ist sie sinnvoll?

Eine „Cloud“ ist ein Datenspeicher, ähnlich einer externen Festplatte. Allerdings nicht bei Ihnen vor Ort sondern im Internet. Der große Vorteil bei dieser Sache ist, dass Sie weltweit – sofern Sie über eine Internetverbindung verfügen – zugreifen können. Damit lassen sich beispielsweise Bilder, Videos oder Dokumente zwischen mehreren Geräten „synchronisieren“, also zeitgleich auf mehreren Geräten anzeigen. Ein Nachteil den ich in diesem Bezug immer gern nenne ist die intransparenz, wer nun wirklich auf Ihrem Speicher die Daten ansieht.
Daher eignen sich Clouddienste eher für weniger dramatische Dateien wie unverfängliche Urlaubsfotos, meine Bankdaten würde ich auf einem Cloudspeicher eher nicht ablegen.

Welche bekannten Anbieter sind populär?

Aktuell gibt es viele Anbieter, ich möchte hier einige näher nennen. Diese wären:

  • Google Drive,
  • Dropbox,
  • OneDrive oder
  • Tresorit

Unterschiede bei den Anbietern können die Geschwindigkeit, maximale Menge an Speicherplatz aber auch Dinge wie unterstützte Betriebssysteme oder einfache Einbindung in das Betriebssystem sein.

Google Drive

Ein recht beliebter Cloud-Dienst ist Google Drive und ist auf vielen Google Devices wie Android-Smartphones zu finden. Es kann in die Betriebssysteme Microsoft Windows und Apple MacOS direkt als Laufwerk eingebunden werden, bietet allerdings keine direkte Unterstützung für Linux-Geräte. Das Öffnen der Inhalte mittels Browser ist natürlich auf allen Geräten möglich. Neben der Cloud-Datenspeicherung können Nutzer auch auf Officelösungen zugreifen wie ein vereinfachtes Schreib- oder Tabellenprogramm: Google Docs. Die Server von Google Drive stehen in den USA, daher gilt das amerikanische Datenschutzrecht.

Microsoft OneDrive

Viele Geräte wurden mit OneDrive „zwangsbeglückt“, da Windows 10 zumindestens den Link für die Cloud fix auf Windows 10 Geräten ablegt. Im Funktionsumfang ist OneDrive dem Google Drive recht ähnlich, es arbeitet als direktes Laufwerk auf Windows- und MacOS-Geräten. Auch hier können Linux-Nutzer aber auf die Inhalte über den Online-Login über die Website zugreifen. Wie bei Google Docs gibt es auch bei OneDrive eine Möglichkeit auf das Office Word Online, Office Excel Online und andere Office-Produkte über die Online-Oberfläche zuzugreifen. Es wird allerdings gerade neu überdacht, welche Voraussetzungen der Benutzer dafür benötigt (aktive Office 365 Lizenz). Die Microsoft-Cloud liegt ebenfalls in den USA, es gilt das amerikanische Datenschutzrecht.

Dropbox

Sehr populärer Dienst, der stark von Android-Geräten genutzt wird. Im Gegensatz zu den vorher genannten Lösungen bietet Dropbox neben Windows- und MacOS-Einbindungen auch eine direkte Unterstützung für Linux-Geräte, was Dropbox allgemein einfacher und plattformunabhängiger macht. Während andere Dienste Office-Produkte zusätzlich eingebunden haben beschränkt sich Dropbox auf eine reine Cloud, also den Datenspeicher. Die Server von Dropbox sind in den USA wie auch in der EU zu finden, es findet das Datenschutzrecht der EU Anwendung.

Tresorit

Bei Google Drive, OneDrive und Dropbox können Sie nie sicher sagen, wer sich Ihre Dateien wirklich ansieht. Bei Tresorit ist dies anders, da man hier Tresorit-Accounts einer Freigabe zuteilen muss. Es sehen also nur definierte Benutzer Ihre Freigabe. Zusätzlich ist der Datenspeicher sowie die Übertragung verschlüsselt. Tresorit ist ein reiner Datenspeicher und eignet sich für die relativ hohe Sicherheit auch für vertrauliche oder firmeninterne Daten. Einen Haken hat die erhöhte Sicherheit aber: Es fallen Kosten in Höhe ab 10 Euro pro Monat an, dafür wissen Sie, was mit Ihren Daten passiert! Die Daten auf dem Tresorit-Speicher liegen ausschließlich in der EU, daher findet das Datenschutzrecht der EU hier Anwendung.

Welche Cloud für welche Anforderung?

Wenn Sie betriebliche Daten in einer Cloud sichern möchten kommen Sie an Tresorit oder einem anderen Cloudanbieter mit Vollverschlüsselung und Nutzerverwaltung nicht vorbei. Auch wenn es ein paar Euro im Monat kostet: Was ist es Ihnen wert, dass Ihre Kundendaten nicht plötzlich im Internet herumfliegen?
Als Privatbenutzer der nur unverfängliche Fotos im Netz teilen oder auf verschiedenen Geräten ansehen will, eignen sich alle Cloudanbieter. Allerdings hängt es davon ab, welche Geräte Sie verwenden. Während OneDrive und Google Drive eher etwas für Notebooks und Standgeräte sind, sind Google Drive (auch hier) und Dropbox eher auf den Mobilsektor ausgerichtet.