Lieber Leser,

wer kennt das nicht? Sie starten ein Gespräch mit Bildübertragung und stellen fest: das übertragene Bild hat eine miese Auflösung. Meist liegt es nicht an Ihrer WebCam (oder der, des Gesprächspartners): Meist laden Programme Daten über Ihren Internet-Router ins oder aus dem Internet herunter. Damit wird Ihre Bandbreite immer schmäler und für die Internettelefonie bleibt kein Platz mehr. Wir haben eine Lösung gefunden. Dieses Thema wurde in kürzerer Form im Marktspiegel in der Oktober-Ausgabe 2017 veröffentlicht.

Das Problem mit der Bandbreite

Wenn Sie beispielsweise über einen Internetanschluss über… sagen wir 20 Mbit verfügen, erreichen Sie vermutlich nur 75 bis 80% der Nennleistung in normalen Zeiten. Das ist aber auch normal. Das heißt, Sie können maximal 15-18Mbit pro Sekunde wirklich nutzen. Ich vergleiche die Internet-Bandbreite gerne mit einer vielspurigen Autobahn: Je mehr Mbit Sie haben, desto mehr „Verkehr“ kann fließen. Daher können Sie „mehr Fahrzeuge“ bei einem 20Mbit-Anschluss drüberfahren lassen als bei einem 8Mbit-Anschluss.

Was soll dieser Vergleich? Nahezu jedes Programm welches Sie auf Ihrem Rechner (oder Notebook) haben möchte gerne Daten mit seinem Hersteller austauschen. Dazu werden Datenpakete an den gewünschten Empfänger gesendet, oftmals erhalten aber auch Sie Daten von einer Quelle außerhalb Ihres Hauses, ohne dass Sie dies wirklich angefragt hätten.

Häufig sind dies nur Prüfungen, ob etwa ein Update für ein Programm verfügbar ist. Manchmal wird automatisch im Hintergrund gleich das Update heruntergeladen.

Und genau um diese Transfers geht es uns in diesem Beitrag: Für jedes Programm, was (meist ohne Ihr Wissen) mit dem Internet kommuniziert, desto weniger Bandbreite ist für Ihre Arbeit übrig. Das heißt: Auf der 20spurigen Autobahn aus dem Eingangsbeispiel werden vielleicht 10 Spuren alleine durch Lieferwagen blockiert, die Sie eigentlich nicht angefordert haben. Dennoch bleiben jetzt nur noch 10 Spuren übrig. Ich muss nun aber weiter ausholen und dazusagen, dass das Beispiel hinkt: Es kann ein Programm nämlich auch mehr als eine Spur nutzen (also mehr als 1Mbit pro Sekunde Datenaustausch hervorrufen). Die Programme mit viel breiterer Bandbreite sind meist herunterzuladende Updates, Ihre Downloads aus dem Internet oder wenn Sie Internettelefonie nutzen oder Videos im Internet ansehen.

Gut, woher kommen die „Mitbenutzer“ meiner Bandbreite?

Es sind bereits einige Funktionen seitens des Betriebssystems vorhanden. Aber auch E-Mail-Programme oder Plugin-Software wie Adobe Reader oder Apple Quicktime können eine Menge Datenvolumen verbrauchen. Natürlich können auch Schadprogramme wie Viren oder Malware Daten versenden.

Als eine sehr gute Lösung bietet sich eine kostenpflichtige Software an: NetLimiter. Sie können das Programm für etwa 30 USD, also etwa 25 Euro käuflich erwerben. Nach der Installation sehen Sie alle Programme welche eine Datennutzung auslösen und können gezielt einzelne Programme limitieren oder komplett sperren.

Der geneigte Benutzer fragt sich bei dieser Beschreibung: „Was macht eigentlich dann eine Firewall?“. Verwechseln Sie NetLimiter nicht mit einer Firewall: eine Firewall blockiert beispielsweise so genannte Pings oder Zugriffe von externen und internen Quellen. NetLimiter kann einzelne, laufende Programme erkennen und die Bandbreite für jedes Programm, eine IP-Adresse oder einen Task gezielt reduzieren. Ich denke nicht, dass Ihre Firewall dies kann! Im Gegenzug ist NetLimiter als Firewall nur sehr schlecht geeignet, da es keine wirklichen Regeln gibt.

Wie kann ich effektiv mit NetLimiter arbeiten?

Die Hauptfunktion dieser Software ist die Reduzierung, bzw. Begrenzung von Bandbreite für eine Anwendung: In der Hauptübersicht finden wir verschiedene Einträge, die wir aufklappen können. Mit einem Klick auf das anhakbare Feld in der Spalte „DL Limit“ können wir das Limit einstellen, wie schnell eine Anwendung Daten aus dem Internet beziehen kann. Die Spalte „UL Limit“ hingegen macht das Gegenteil: Daten die von Ihrem Gerät ins Internet weitergeleitet werden, können hier reduziert werden.

Außerdem können Sie im Filter auch einstellen, ob Sie den eingetragenen Wert in kb/s (Kilobyte pro Sekunde), mb/s (Megabyte pro Sekunde), mbit/s (Megabit pro Sekunde) oder viele weitere hinterlegt haben wollen.

Sie können auch definieren, dass Sie eine Anwendung innerhalb einer gewissen Zeitspanne reduzieren oder komplett blocken möchten. Die Grundfunktion ist damit bereits erklärt!

Statistische Auswertungen

Unter dem Menüpunkt „Tools“ finden Sie beispielsweise den „Stats manager“. Dieser listet auf, welche Anwendungen welchen Datendurchsatz seit der Installation der Software erreicht haben. Sie können diese Statistik jederzeit zurücksetzen:

Hier sind alle Verbraucher aufgelistet. Die Sortierung können Sie mit Klick auf einen Tabellenkopf ändern.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Fragen Sie bei uns einfach an: Nutzen Sie dazu unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter der Telefonnummer 0650 15 047 125!
Ihr Michael Ebenhofer, Inhaber und Gründer der Computersystems for you e.U.

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